Was gibt's Neues - Aktuelles aus dem Gemeindeleben

Aktuelles aus der Queergemeinde


Wir gratulieren unseren Geschwistern der Queergemeinde Nürnberg zu ihrem 10. Geburtstag!!!
Wir freuen uns mit Euch und grüßen aus Münster!!!!


Am 18. Juni 2011 werden wir uns am CSD in Münster beteiligen.
Besuch uns doch bitte mal an unserem Stand am Aasee!!! Dort findest Du uns von 11.00 bis 18.00 Uhr.

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Im Namen des Engagiertenkreises: MoJo




Bericht vom LSGG-Treffen in Nürnberg (Christoph)

Am Freitag nach Ostern haben wir uns nach Nürnberg aufgemacht, und das voller Spannung, denn weder kannten wir die Stadt, noch war uns bekannt, wen wir dort treffen, wen wir dort vielleicht wieder sehen würden. Allein die Sonne strahlte schon bei unserer Abfahrt. Und so sollte es am ganzen Wochenende bleiben.

Nach gut siebenstündiger Fahrt mit einigen Pausen sind wir in Nürnberg angekommen. Schnell die Sachen zu unseren GastgeberInnen gebracht, reichte die Zeit noch für einen ersten kleinen Bummel in die Altstadt, vorbei an St. Lorenz, über den Markt zu St. Sebald bis zur Burg. Da waren wir nun – in der alten Reichsstadt, der Stadt der Maler und Meistersinger …

Unser Treffen begann mit dem Vespergebet in der Kirche St. Jobst, in dessen Gemeindezentrum wir die nächsten Tage gemeinsam verbringen würden. „Lasst uns miteinander, …“ sang jede Gemeinde und stand dabei auf, um sich den anderen vorzustellen. TeilnehmerInnen aus Basel, Frankfurt, Stuttgart, München, Karlsruhe, Dresden, Paderborn, natürlich Nürnberg und wir beide aus Münster waren dabei.

Den Abend verbrachten wir gemeinsam im Restaurant „Estragon“, das auf eine Initiative der AIDS-Hilfe Nürnberg zurückgeht und vorwiegend hiv-positive MitarbeiterInnen beschäftigt. Die NürnbergerInnen hatten das kleine Lokal, das im traditionsreichen „Gasthaus Walfisch“ eingerichtet worden ist, für uns reserviert. Bei mediterraner Küche blieb, ganz „entre nous“, viel Zeit zum Klönen und kennen lernen, für gemeinsame Erinnerungen und Neues auf dem Lebensweg alter Bekannter.

Der Samstag war „Arbeitstag“. Am Vormittag gab es ein Plenum zum Thema „Unsere Identität – unsere Grenzen“. Was unsere Gemeinden ausmacht, wo es Probleme gibt, was als nächstes ansteht, aber auch welcher Glaube uns beseelt, was uns Halt gibt, haben wir in einem Schreibgespräch niedergelegt. So hatten wir Gelegenheit, einen Einblick in das Leben der anderen Gemeinden zu gewinnen. Zwischendurch sind wir zu Musik im Saal umhergewandelt, haben alle die begrüßt und kennen gelernt, denen wir am Vorabend noch nicht begegnet sind, und uns über das, was im Schreibgespräch anstand, ausgetauscht.

Am Nachmittag standen Workshops auf dem Programm: „Wie queer sind wir?“: Hedi aus Nürnberg hat uns in Queer-Theorie und -Theologie eingeführt. Dass Theorie nicht an der Lebenspraxis vorbeigeht, wurde spätestens an der Frage deutlich, inwiefern unsere Gemeinden in der Lage sind, Heterosexuelle oder Ex-Gays zu integrieren. „Abendmahl queer“: Axel-Bernd und Susanne nahmen die traditionell-konfessionelle Problematik des (gemeinsamen) Abendmahls in den Blick und suchten mit den übrigen TeilnehmerInnen nach queeren Perspektiven. „Fenster des Himmels“: Bernd hat einen Workshop zum Gestalt-Psychodrama angeboten, um einzuüben, eigene Grenzen hinter sich lassen. „Alles zum Wegwerfen“: Wer sich im Jonglieren üben wollte, durfte hier nicht fehlen. Wer schließlich Lust hatte, konnte sich nach dem ersten Workshop-Block dem Chor für den Gottesdienst am Sonntag anschließen.

Nach den Workshops gab es auch Zeit, sich zu entspannen. Einige zog es zu einem kleinen Spaziergang auf den Rechenberg, von wo aus man einen herrlichen Ausblick über die Altstadt von Nürnberg hat, auf dessen Grünflächen man aber auch genial Fußball spielen kann. Andere blieben am Gemeindezentrum und übten sich im Tischtennis. Wieder andere blieben einfach sitzen und nutzten die Zeit zum Klönen. Zum Abendessen versammelte sich alle wieder am Gemeindezentrum und saßen bis in den Sonnenuntergang hinein zusammen. Wer noch Lust hatte, ging mit auf ein Bier in die Stadt ins „Sachs und Söhne“, ins „Cartoon“, auf die Frauenzimmer-Party …

Am Sonntagmorgen war eine Stadtführung angesagt. Bei strahlend blauem Himmel trafen wir uns zum Glockengeläut an der Burg, um mehr über das mittelalterliche Nürnberg zu erfahren. Neben der Burg standen auch andere Sehenswürdigkeiten auf dem Programm, unter Anderem das Dürer-Haus, St. Sebald und der Schöne Brunnen. Ganz nebenbei haben wir auch noch erfahren, was hinter so manchem Sprichwort steckt.

Nach einem leckeren Imbiss am Mittag erfolgte das Abschlussplenum, in dem nicht nur die Teilnahme am Evangelischen Kirchentag 2007 in Köln und am Katholikentag 2008 in Osnabrück besprochen wurden, sondern auch, wie die Struktur der LSGG in Zukunft aussehen soll: Wie viel Verbindlichkeit brauchen wir in einer solchen Organisationsform? Wo tut uns Freiheit besser? Das nächste Treffen der LSGG wird im Rahmen des 2. Kongresses zur Vernetzung christlicher Schwulen- und Lesbengruppen stattfinden, der für Herbst 2008 in Bielefeld geplant ist.

Am Abend schließlich feierten wir gemeinsam Gottesdienst in der Nürnberger Johannis-Kirche. Die im gleichnamigen Stadtteil – er erinnert sehr an Münsters Kreuzviertel und ist z. Zt. mehr als „in“ - gelegene Kirche ist von einem alten Friedhof umgeben, auf dem zahlreiche lokale wie nationale Größen beerdigt sind. Hierzu zählt allen voran Albrecht Dürer. Aber auch der Name Ludwig Feuerbach dürfte zumindest den Theologen unter den Lesern ein Begriff sein.

Der Gottesdienst selbst verbreitete eine wohltuend dichte Atmosphäre. Es war schön, ganz viele unterschiedliche Menschen in liturgischer Aktion zu sehen - sicher ein Plus der evangelischen Tradition, in der die Nürnberger Gemeinde steht. Die Predigt nahm das Thema des Treffens auf und machte äußerst anschaulich deutlich, wie schön es sein kann, gemeinsam Grenzen zu überqueeren und so feststellen, welche Bereicherung NachbarIns Garten sein kann. Zu den Fürbitten durften alle, die wollten, nach vorne treten, eine Kerze anzünden und Gott anheim stellen, was sie bewegt. Höhepunkt war einwandfrei das gemeinsame Abendmahl im ganz großen Kreis.

Nach dem Gottesdienst war Zeit, sich zu verabschieden. Mit ganz vielen Umarmungen und guten Wünschen für die kommende Zeit machten sich die meisten Queers auf den Heimweg. Wir hatten entschieden, uns eine stressige Rückfahrt bis spät in die Nacht zu ersparen und erst am Montagvormittag Richtung Münster zu starten. Daher fuhren wir mit den Nürnbergern zurück zum Gemeindezentrum und halfen fleißig beim Aufräumen. Es war schön, bei der Nachlese dabei zu sein und Revue passieren zu lassen, was am Wochenende alles geschehen war.




LSGG-Treffen in Nürnberg

Es ist mal wieder soweit: Die LesbiSchwulen Gottesdienstgemeinschaften im deutschsprachigen Raum (LSGG) treffen sich wieder. Nach Frankfurt, Münster, Stuttgart und Basel ist diesmal Nürnberg an der Reihe. Der Termin unseres gemeinsamen Wochenendes ist: 13.-15.04.2007.

Wie immer stehen diese Tage im Zeichen von Begegnung, Austausch, gemütlichem Beisammensein etc. Das Thema, das auch in zahlreichen Workshops aufgegriffen werden soll, lautet: Lasst uns miteinander Grenzen überque(e)ren...

Den offiziellen Nürnberger Flyer und das Anmeldeformular, das Ihr bitte bis Ende März abschickt, findet Ihr hier.

Ihr könnt die Nürnberger auch im Netz besuchen:

Nürnberg    Queergottesdienst Nürnberg




Vorerst keinen Newsletter mehr

Leider müssen wir Euch mitteilen, dass der Newsletter-Service vorerst eingestellt wird. Aktuelle News aus der Queergemeinde Münster findet Ihr jedoch nach wie vor hier auf dieser Webseite.




LSGG-Treffen in Basel

Auch in diesem Jahr werden sich die lesbischwulen Gottesdienstgemeinschaften im deutschsprachigen Raum (LSGG) wieder treffen. Eingeladen hat diesmal die Lesbische und Schwule Basiskirche Basel. Termin ist das Wochenende 17.-19.03.2006. Einen Flyer mit den näheren Infos findet Ihr hier.



Bericht vom Vernetzungskongress in Bielefeld

In Bielefeld trafen sich vom 30.09.2005 bis zum 03.10.2005 rund 150 Vertreterinnen und Vertreter von 14 christlichen lesbischen und schwulen Gruppierungen. Einen Bericht von Katrin als Word-Dokument findet Ihr hier.



Kirchentag    Evangelischer Kirchentag in Hannover (26.-28.05.2005)

Als Rückblick auf den Evangelischen Kirchentag in Hannover hier ein kurzer Bericht von Philip aus München:

Vom 25. bis 30. Mai fand in Hannover der 30. Evangelische Kirchentag statt. Die Lesbischwulen Gottesdienstgemeinschaften (LSGG) waren dort zum dritten Mal auf dem "Markt der Möglichkeiten" vertreten. Die Frankfurter hatten wieder netterweise den Stand organisiert und aufgebaut, Standdienst übernahmen verschiedene Mitglieder der Gottesdienstgemeinschaften. Trotz des riesigen Angebots auf dem Kirchentag ergaben sich immer wieder interessante und fruchtbare Gespräche mit Kirchentagsbesuchern. Aber auch wenn nur gefragt wurde, wo z.B. die nächstgelegene Gottesdienstgemeinde ist, war in solchen kurzen Gesprächen die besondere herzliche und verbindende Atmosphäre dieses Kirchentags zu spüren.

Einen Höhepunkt aus schwullesbischer Sicht bildete sicherlich der Gottesdienst am Freitag in der Innenstadt von Hannover, der vom Queergottesdienst Nürnberg gestaltet wurde. In der mit 250 BesucherInnen vollen Apostelkirche wurde unter dem Motto "Warum bist du anders? — Coming out als Exodus" eine queere Interpretation des biblischen Auszugs aus Ägypten vorgestellt. Dabei wurde die Exoduserzählung in Stationen mit biographischen Texten zum Coming out verknüpft.

Insgesamt war es wieder ein Erlebnis, bei einem Kirchentag dabei zu sein und aktiv mitwirken zu können. Wir freuen uns schon jetzt darauf, uns auf dem Katholikentag 2006 in Saarbrücken einbringen zu können.




LSGG-Treffen in München

Am Wochenende 08.-10.04.2005 trafen sich die LesbiSchwulen GottesdienstGemeinschaften im deutschsprachigen Raum (LSGG) in München. Die dortige Queergemeinde feiert seit drei Jahren Gottesdienste, wie wir in Münster immer am zweiten Sonntag im Monat, und zwar in St. Stefan in Neuperlach. In den dortigen Räumen des Gemeindezentrums waren wir auch zu Gast. Wie bei den Treffen zuvor in Frankfurt, Münster und Stuttgart stand auch hier wieder der Vernetzungsgedanke im Vordergrund - wie können wir von unseren jeweiligen Erfahrungen profitieren, wie können wir uns noch besser als bisher austauschen....?

Das Wochenende begann mit einer kurzen Einstiegsrunde in St. Stefan, im Anschluss daran kehrten wir im Kreuzberger ein, wo auch der allmonatliche Stammtisch der Münchner stattfindet. Der Samstag begann mit einer Vorstellung der einzelnen Queergemeinden und -projekte; es war interessant, was sich in den anderen Städten tut, wie dort die Gottesdienste, das Gemeindeleben, der Umgang mit der Amtskirche etc. gepflegt wird. Der Nachmittag konnte in verschiedenen Gesprächsgruppen oder einem Chor-Workshop verbracht werden; abends gingen wir zum gemeinsamen Abendessen in das alte Hackerhaus im Zentrum Münchens. Von dort aus gab es dann die Möglichkeit die Stadt München und/oder die Szene München kennen zu lernen.

Nach verschiedenen kulturellen Angeboten am Vormittag trafen wir uns dann Sonntagmittag wieder zur Fortsetzung der Workshops und schlossen den Tag mit einem Plenum und dem Queergottesdienst um 18 Uhr ab. Ein besonderer Gruß der LSGG erging an uns Münsteraner, in Form einer Karte, die alle Anwesenden unterschrieben und in der die Solidarität mit uns, die wir eine schwierige Zeit hinter uns haben, deren Auswirkungen oft noch zu spüren sind, bekundet wurde. Herzlichen Dank hierfür!

Lieben Dank sagen wir an dieser Stelle auch an die Münchner für die Organisation der Queergemeindentage und für die Gastfreundschaft! Im kommenden Jahr werden wir uns aller Voraussicht nach in Basel treffen.




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